Skitourenwoche 2019

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31. August 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht Skitourenwoche Münstertal vom 25. bis 28. März 2019
 

Teilnehmer: Paul Hug, Urs Aeschlimann, Erwin Fuchs, Raimund Gamma, Fredy Zobrist

Montag, Piz Buffalora
Distanz 7 km, unterwegs 3 Std, Aufstieg und Abfahrt 680 m.
Nach der langen Hinreise über Zernez und dem Postauto zur Haltestelle Buffalora im Nationalpark, genehmigten wir uns zuerst im dortigen Restaurant eine heisse Schokolade mit einem feinen Apfelkuchen. Im Restaurant konnten wir auch Material deponieren. Dann wurden die Felle aufgeklebt und mit leichtem Rucksack der Aufstieg zum 2'624 Meter hohen Gipfel des Piz Buffalora in Angriff genommen. Der zügige Nordföhn vermieste uns trotz wolkenlosem Himmel eine ausgiebigere Gipfelrast. Also sofort für die Weiterfahrt bereit machen und die Abfahrt auf dem harten aber griffigen Schnee in Angriff nehmen. Um 13 Uhr waren wir schon wieder beim verdienten Bier im Restaurant Buffalora. Das Postauto brachte uns nach Valchava, wo Paul im Hotel Central eine vorzügliche Unterkunft organisiert hatte. Die einten konnten in ihren Zimmern den Sternenhimmel durch das Dachfenster bewundern, bei den andern leuchtet dieser nach dem Lichtlöschen, analog dem Zifferblatt der Armbanduhr, in voller Pracht an der Decke.

Dienstag, Piz Terza
Distanz 12 km, unterwegs 5 Std., Aufstieg und Abfahrt 1'000 m.
Um 08.40 Uhr führte uns das Postauto nach Fuldera und von dort weiter zum Dorf mit dem kürzesten Namen, Lü. Dieses Dorf wurde bekannt, da es den EWR-Beitritt in der Abstimmung im Jahre 1992 zu 100% ablehnte und dafür von Christoph Blocher eine noble Spende erhielt. Ab dem Dorf trugen wir die Skis zuerst eine gute Viertelstunde auf einem Waldweg gegen die Alp Valmorain. Ab dort stiegen wir in offenem Gelände gegen den Gipfel. Bei der letzten Stunde Aufstieg hatte ich ordentlich zu "beissen" und war froh, als wir um 13 Uhr den Piz Terza, ein Grenzgipfel zwischen der Schweiz und Italien, erreichten. Auch hier hatten wir bei der Abfahrt harten Schnee und Skier ratterten wie auf einem Waschbrett. Nach einer gemütlichen Rast bei einem Ferienhaus oberhalb der Alp Valmorain führte uns Paul über einen andern Waldweg direkt zum Postauto in Lü.

Mittwoch, Piz Chazforà
Distanz 11 km, unterwegs 5½ Std, Aufstieg und Abfahrt 1'150 m.
Heute stand der Piz Chazforà ab Fuldera auf dem Programm. Nach dem gestrigen mühsamen Tag, zog ich einen Kulturtag mit Besuch des Klosters Mustair und der Tessanda (Webatelier) in Sta. Maria ein. Die andern stiegen ab Fuldera einer harten Spur folgend steil aufwärts zur Alp Sandra und weiter über mit Bergföhren gespicktes Gelände und den Lai da Chazforà zum gleichnamigen Gipfel auf. Da Raimund während des Aufstieges von starken Bronchialhusten-Anfällen geplagt wurde, brach er die Tour beim See ab und fuhr ins Tal. Die drei andern Soldaneller erreichten dann mühelos den Gipfel. Obwohl auch an diesem Tag der Nordföhn heftig das Tal hinabblies, war es auf dem Gipfel überraschenderweise praktisch windstill. Bei der Abfahrt liessen sie den See links liegen und genossen im Val Turettas den auf der Nordseite liegenden Pulverschnee. Ab der Alp Sarda mieden sie jedoch die steile, direkte Abfahrt nach Fuldera, sondern folgten dem Weg durch den Wald. Etwas besser, aber auch keine traumhafte Abfahrt.

Donnerstag, Piz Daint
Distanz 11 km, unterwegs 5 Std, Aufstieg und Abfahrt 1'000 m.
Da nach der Tour noch die lange Heimfahrt anstand, assen wir schon um halb sieben das Morgenessen und fuhren mit dem Bus um 07.40 Uhr bis Buffalora. Raimund litt immer noch unter seinen Hustenanfällen und fuhr deshalb direkt nach Hause. Im Restaurant konnten wir wieder unser zusätzliches Gepäck deponieren. Vom ersten Tag kannten wir schon den Aufstieg bis nach dem Wald. Dort bogen wir links ab und querten in einem grossen Bogen die Hochebene, bevor wir dann die zum Teil sehr steile Steigung zum Piz Daint in Angriff nahmen. Nach etwa mehr als 3 Stunden konnten wir uns auf dem Gipfel zum Abschluss dieser herrlichen Tourentage gratulieren, die gute Kameradschaft verdanken und Paul für die schönen Touren und Tage den gebührenden Dank zollen. Nun noch die schon berüchtigte "Ratterabfahrt" auf dem Hartschnee. Erst beim letzten Abschnitt durch den Wald wurde es etwas weicher. Mit einem grossen Bier und den schon bekannten, feinen Apfelkuchen beschlossen wir diese Tourentage. Wie während des ganzen Winters hat Paul auch die Tourentage hervorragend organisiert und uns bei allen Touren sicher auf die verschiedenen Gipfel und zurück geführt. Nicht ganz selbstverständlich mit uns gestanden Mannen im ü70 Alter. Aber wir sind frohen Mutes, es im nächsten Winter fortzusetzen.

 
 
Bericht: Fredy Zobrist
Bilder: Paul Hug
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